Arthrose Patrick Wentzel

Arthrose – was hilft?

Viele glauben, dass der Gelenkverschleiß und die zunehmenden Schmerzen langfristig nicht aufzuhalten und eine normale Begleiterscheinung des Alters seien.

Stelle dir vor, du könntest dich endlich wieder schmerzfrei bewegen und dein Leben so genießen wie früher. Wenn du unter Arthrose leidest, dann wünschst du dir wahrscheinlich nichts mehr als das. Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung, doch noch immer bestehen zahlreiche Missverständnisse bezüglich der Entstehung oder Behandlung. Die meisten Arthrose-Patienten gehen irgendwann aufgrund der immer stärker werdenden Gelenkschmerzen zum Arzt. In der Regel beginnen sie mit Physiotherapie, dann nehmen sie immer stärkere Schmerzmittel, es folgen Operationen und schließlich der künstliche Gelenkersatz. Doch es lohnt sich, dagegen zu arbeiten. Denn zum Teil gehen mit diesen Behandlungen erhebliche Risiken und Nebenwirkungen einher, die den Patienten oft nicht klar sind. Gerade in Deutschland werden so viele künstliche Gelenke eingesetzt wie in kaum einem anderen Land, und das ist ein Eingriff, der nie wieder rückgängig gemacht werden kann.

Was ist Arthrose und wie entsteht sie?

Unter Arthrose versteht man eine degenerative Gelenkserkrankung, die durch einen starken Verschleiß des Knorpels erfolgt. Im fortgeschrittenen Zustand kann der Knorpel sogar vollständig abgebaut werden, sodass die Gelenkflächen ohne Puffer aufeinander reiben und verschleißen.

In unserem heutigen Alltag bewegen wir uns in der Regel sehr einseitig und nutzen durchschnittlich nur noch 10 Prozent unserer Gelenkwinkel aus. Die vielen sitzenden Tätigkeiten schränken uns dabei besonders ein. In unserem Gehirn festigt sich dieses minimalistischen Bewegungsmuster: Hirnprogramme speichern die häufig genutzten Bewegungsmuster und sorgen durch Ansteuerung der Muskeln dafür, dass sie im Alltag schnell und präzise umgesetzt werden können. Deshalb müssen wir auch nicht groß darüber nachdenken, wie wir uns fortbewegen, sondern wir tun es einfach: Die dafür notwendigen Muskelspannungen werden automatisch abgerufen und angewandt, doch hier sollte man besonders aufpassen.

Die Muskeln und vor allem die sie umgebenden Faszien passen sich den Bewegungsmustern an: Wenn wir beispielsweise sitzen, dann werden die Faszien im vorderen Körperbereich zusammengestaucht, weil die Muskeln durch die angewinkelten Beine nicht gestreckt, sondern verkürzt sind. Stellen wir uns dagegen hin, strecken wir die Muskeln, so dass auch die Faszien wieder gestreckt werden.

Verbringen wir sehr viel Zeit im Sitzen oder anderen Positionen, passen sich Muskeln und Faszien immer an: Sie werden beispielsweise im vorderen Körperbereich unnachgiebiger, weil sie sich durch das viele Sitzen selten dehnen. Wenn wir uns jetzt hinstellen, können die Muskeln und Faszien nicht mehr so flexibel gestreckt werden, wie es optimal wäre. Dadurch entsteht ein Zug nach vorne, den der Körper auszugleichen versucht, indem die Muskulatur im hinteren Körperbereich dagegen wirkt – sonst könnten Sie nicht aufrecht stehen.

Die so entstehende Muskel und Faszien-Spannung geht über das normale Maß weit hinaus und sorgt dafür, dass Gelenkflächen und Wirbelkörper stark zusammengepresst werden. Durch den häufigen Druck verschleißen die Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern mit der Zeit. So entsteht Arthrose – allerdings noch nicht deine Schmerzen.

Was du vielleicht noch nicht wusstest: Arthrose wird als entzündlich-degenerative Erkrankung ganz maßgeblich von deiner Ernährung beeinflusst. Es ist auffallend, dass Arthrose-betroffene sehr oft übergewichtige Menschen mit weiteren Erkrankungen des Stoffwechsels (z.B. Diabetes) sind. In unserer heutigen Zeit nehmen wir viel zu viel Zucker zu uns, zu viel andere Kohlenhydrate und zu wenig Ballaststoffe. Arthrose ist durchaus eine Stoffwechselerkrankung.

Welche Symptome zeigen sich bei Arthrose?

Menschen, die unter Arthrose leiden, klagen vor allem im fortgeschrittenen Stadium meist über starke Schmerzen im Bereich des betroffenen Gelenks, das sich hart anfühlt und in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt wirkt. Aber oft wird Arthrose auch zufällig bei anderweitigen Untersuchungen entdeckt – obwohl die Betroffenen bislang gar keine Beschwerden hatten. Hier tritt auch bereits das Problem der Ursachen-Findung auf: Auf dem Röntgenbild lassen sich nur die Knorpelschäden feststellen, aber nicht die Ursachen, die zum Gelenkverschleiß geführt haben.

  • Belastungsschmerzen: Wenn du das Gelenk belastest, z.B. indem du etwas Schweres ziehst, zeigen sich starke Schmerzen.
  • Anlaufschmerzen: Verläuft die Arthrose im Bein- oder Fußgelenk, können Schmerzen auftreten, wenn man sich nach einer Pause wieder anfängt zu bewegen.
  • Schmerzen im Ruhezustand: Es können auch im Ruhezustand Schmerzen auftreten.
  • Eingeschränkte Beweglichkeit: Der Bewegungsradius kann durch die Schmerzen stark eingeschränkt sein, was den eigenen Alltag enorm belastet.
  • Schwellungen am Gelenk: Gelenkinnenhaut und Gelenkkapsel können sich entzünden, was zu Schwellungen im betroffenen Gelenk führen kann.

Nach herkömmlicher Auffassung wird zwischen zwei Formen der Arthrose unterschieden: die primäre Arthrose und die sekundäre Arthrose. Diese Unterscheidung wird gemacht, weil das herkömmliche Erklärungsmodell an Grenzen stößt, wie du sehen wirst. Für die sekundäre Arthrose werden nach diesem Modell allerhand Risikofaktoren und Ursachen aufgeführt: hohes Alter, Fehlbelastungen, Übergewicht, zu wenig Bewegung, Krankheiten und Verletzungen gelten als Ursache der sekundären Arthrose. All diese Risikofaktoren treffen aber auf einige Patienten nicht zu, die trotzdem Arthrose haben. Daher spricht die herkömmliche Auffassung hier von einer primären Arthrose, für die es schlichtweg keine Erklärung gibt. Es wird – wie so oft, wenn eine Erklärung fehlt – eine genetische Veranlagung vermutet, die jedoch nicht bewiesen ist. Mit anderen Worten: Wenn nicht die sekundäre Arthrose bewiesen werden kann, geht die Medizin davon aus, dass man unter der primären Arthrose leidet.

Lass‘ dich beraten!

Kläre mit deinem Arzt ab, welche Art von Schmerz in deinem Fall gegeben ist:
Sind deine Schmerzen immer von gleicher Intensität? Dann könnte ein organischer Schaden für den Schmerz verantwortlich sein. Oder wechselt die Intensität von stark zu schwach, je nach Situation? Dann könnte es sich um „Alarmschmerzen“ handeln, also um funktionelle Schmerzen: Dein Bewegungsapparat funktioniert, verursacht aber trotzdem Beschwerden.

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