Das Faszien-Distorsionsmodell (FDM) beschreibt Schmerzen als Folge spezifischer Verformungen im Bindegewebe. Entwickelt wurde es vom amerikanischen Arzt Stephen Typaldos, der sechs charakteristische Muster – sogenannte Distorsionen – definierte: Triggerband, hernierter Triggerpunkt, Kontinuumsdistorsion, Zylinderdistorsion, Faltdistorsion und Tektonische Fixation. Du willst direkt Behandlung und Termin? FDM-Therapie in Berlin.
Dieser Beitrag behandelt den hernierten Triggerpunkt (HTP). Er erklärt, wodurch er entsteht, wie er diagnostiziert wird und wie eine typische Behandlung im Nackenbereich verläuft.
Am Ende verstehst du, ob deine Nackenschmerzen auf einen HTP zurückzuführen sind und wie eine gezielte FDM-Therapie helfen kann, die Beschwerden nachhaltig zu lindern.
Ein hernierter Triggerpunkt beschreibt im FDM eine kleine Vorwölbung von Gewebe, das durch eine Faszienschicht nach außen gedrückt wird – vergleichbar mit einem Mini-Bruch. Typisch ist ein klar lokalisierbarer, dumpfer Schmerz, der sich durch gezielten Druck mit einem Finger oder der Daumenkuppe sofort verstärkt.
HTPs gehen oft mit Triggerbändern einher. Wichtig zur Abgrenzung: Während ein Triggerband als brennend-ziehender Schmerz entlang einer Linie wahrgenommen wird, ist der HTP eindeutig punktuell lokalisiert.
Mehr Infos im Beitrag zum FDM Triggerband.
Die Diagnose stützt sich auf Schmerzgestik und Palpation: Der tastbare, kleine Gewebebuckel reagiert auf leichten Druck sofort mit lokalem Schmerz. In der FDM-Faszientherapie wird der Punkt präzise lokalisiert, mit der Daumenkuppe gezielt komprimiert und wenige Sekunden gehalten, damit das Gewebe zurückgleiten kann und sich die Faszienöffnung schließt. Direkt danach werden Bewegungen funktionell nachgetestet, etwa bei Schulter- oder Oberschenkelschmerz. Ziel ist eine schnelle Entlastung, bessere Gleitfähigkeit und normales Bewegungsempfinden ohne kompensatorische Muster.
Ein hernierter Triggerpunkt entsteht plötzlich oder entwickelt sich langsam und zeigt sich als klar lokalisierbarer, druckverstärkbarer Schmerz ohne relevante Hautveränderung. Im Unterschied zum Triggerband bleibt ein HTP in der Regel bestehen, bis die Gewebevorwölbung gezielt reponiert wird.
Klinisch tritt ein HTP häufig gemeinsam mit Triggerbändern auf. Differenzialdiagnostisch ist er vom myofaszialen Triggerpunkt abzugrenzen: Beim HTP steht eine mechanische Gewebeprotrusion durch eine Faszienschicht im Vordergrund, der Schmerz ist punktuell lokalisiert und direkt durch Druck reproduzierbar.
Vom präzisen Auffinden des Schmerzpunkts über die gezielte Reposition bis zum funktionellen Nachtest – so läuft die HTP-Behandlung Schritt für Schritt.
Zu Beginn der FDM-Faszientherapie steht das präzise Erfassen der Nackenschmerzen des Patienten. Der Therapeut untersucht, wann und unter welchen Umständen die Beschwerden auftreten, welche Bewegungen den Schmerz verstärken und ob bereits frühere Behandlungen stattgefunden haben. Diese strukturierte Anamnese schafft die Grundlage, um den hernierten Triggerpunkt (HTP) als Ursache der Beschwerden zu identifizieren und andere Distorsionen gezielt auszuschließen.
In der diagnostischen Untersuchung zeigt der Patient häufig eine typische Schmerzgestik, indem er mit mehreren Fingern eine schmerzhafte Stelle im Nackenbereich – meist über dem Trapezmuskel – massiert oder knetet. Der FDM-Therapeut überprüft anschließend durch gezielte Bewegungstests, wie stark die Beweglichkeit eingeschränkt ist. Ziel ist die klare Diagnose, um zu wissen, wie behandelt werden muss.
Der Therapeut lokalisiert den exakt schmerzhaften hernierten Triggerpunkt, eine kleine Gewebsvorwölbung innerhalb der Faszienschicht, und übt mit der Daumenbeere gezielten Druck aus, bis der Patient ein klares Stopp-Signal gibt. Durch diesen präzisen Druck wird die vorgewölbte Faszienschicht reponiert und die lokale Spannung gelöst. Nach wenigen Minuten erfolgt ein Funktionstest, um die unmittelbare Verbesserung von Beweglichkeit und Schmerzfreiheit zu überprüfen.
Ein hernierter Triggerpunkt ist eine kleine Gewebevorwölbung durch die Faszie mit klar lokalisierbarem, druckverstärkbarem Schmerz.
Typische Hinweise sind die Fingerzeige-Geste, punktuelles „Kneten“ der Stelle und häufige Lokalisation am Rumpf oder Rücken.
In der FDM-Diagnostik wird der Punkt über Palpation und Funktionstests eindeutig vom myofaszialen Triggerpunkt abgegrenzt.
Die Behandlung zielt auf Reposition: kurzer, gerichteter Druck bringt das Gewebe zurück und schließt die Faszienöffnung.
Erwarteter Effekt: schnelle Druckentlastung, bessere Gleitfähigkeit und spürbar freiere Bewegung im Alltag.
Herzliche Grüße
Patrick Wenzel
Heilpraktiker & Liebscher & Bracht Therapeut in Berlin
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Patrick Wentzel | Heilpraktiker
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